Biogas

Biogas Siliermittelwahl

Die Lagerung von Biomasse für die Biogasproduktion erfolgt in der Regel als Silage. Dabei gelten die selben Rahmenbedingungen wie für die Futterproduktion. Nährstoffe und Energie gilt es zu schützen und Verluste auf ein Minimum zu reduzieren. Schwankungen in der Substratqualität stören die Gasbildung und die Methanausbeute sinkt.

Die speziellen Silierhilfsmittel ProFerm und PlantaSil greifen hier ein, sichern gleichbleibende Substratqualitäten und schützen vor ungewolltem Nährstoffabbau. ProFerm fördert die natürliche Milchsäuregärung und vermeidet Fehlgärungen.

Der Einsatz von ProFerm ist bei der Silierung von feuchten Substraten (< 35 % TS) zu empfehlen. PlantaSil verschiebt das Gärsäuremuster bereits in der Silage in Richtung Essigsäure, was sich positiv auf die Stabilität der Silage und die Methanausbeute auswirkt. Der Einsatz von PlantaSil erfolgt bei allen zuckerreichen Substraten.

  • ProFerm / ProFerm HC

    ProFerm / ProFerm HC enthält eine speziell auf die Gärung von feuchteren, zuckerärmeren Futterpflanzen abgestimmte Kombination homofermentativer Milchsäurebakterien. Die erwünschte nährstoffschonende Milchsäuregärung wird gefördert und unerwünschter Nährstoffabbau vermieden. Das sichert die Silagequalität und reduziert Verluste.

     

    Einsatzbereich

    Der Einsatz von ProFerm ist besonders bei folgenden Futterpflanzen zu empfehlen:

    • Grassilage (25 – 40 % TS)
    • Kleegrassilage
    • Luzernesilage
    • Ballensilage

    Der Einsatz von ProFerm ist besonders bei folgenden Energiepflanzen zu empfehen.

    • Grünroggen
    • Sudangras
    • Gras (25 – 35 % TS)

    ProFerm / Proferm HC – Gras

    Dosierung

    ProFerm

    • 5 g ProFerm je t Substrat
    • 250 g Päckchen ist ausreichend für 50 t Substrat bzw. 70 – 85 m³ Siloraum
    • Flüssigapplikation (0,5 – 2 l/t Siliergut)

    ProFerm HC

    ProFerm HC ist eine speziell für die Mikroapplikation angepasste Produktformulierung.

    • 0,8 g ProFerm HC je t Substrat
    • 200 g Päckchen ist ausreichend für 250 t Substrat bzw. 350 – 425 m³ Siloraum
    • Flüssigapplikation (20 – 150 ml/t Siliergut)

    Ein Päckchen ProFerm HC in 5 Liter Wasser unter stetem Rühren auflösen und in den Spezialtank füllen.

    20 ml Hochkonzentrat werden mittels geeigneter Dosiertechnik (BioDos LD, BioDos ProfiLine) pro Tonne Futter gleichmäßig aufgesprüht.

    Nicht aufgebrachtes, aufgelöstes Produkt kann für maximal 4 Tage im Kühlschrank zwischengelagert werden.

     

    Ergebnisse

    Mit ProFerm / Proferm HC silierte Futterpflanzen silieren schneller und enthalten deutlich mehr Milchsäure. Im Ergebnis ist ihre Nährstoffbilanz besser und die Verluste während der Silierung werden auf ein Minimum reduziert.

     

    Einfluss von ProFerm auf pH-Wert und TS-Gehalt

    Wichtiger Hinweis

    Durch sorgfältige Prüfung ist erwiesen, dass unser Produkt bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung für die empfohlenen Zwecke geeignet ist. Werden biologische Siliermittel eingesetzt, müssen Silier- und Entnahmetechnik besonders gut sein. Fehler pflanzenbaulicher Art (z.B. zu später Schnitt) und siliertechnischer Art (z.B. Verdichtung, Abdeckung) können nicht ausgeglichen werden. Wir haften für gleichbeibende Qualität des Produktes, das Lagerungs- und Anwendungsrisiko tragen wir nicht.

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  • PlantaSil / PlantaSil HC

    PlantaSil / PlantaSil HC enthält speziell für die Silierung von zuckerreichen Energiepflanzen herausselektierte, heterofermentative Milchsäurebakterien. Sie steuern den erwünschten Silierprozess bei gleichzeitiger Sicherung der aeroben Haltbarkeit. Unnötige Verluste an Nährstoffen und Energie bei der Lagerung und Entnahme werden vermieden. Bereits während der Lagerung wird das Verhältnis der Gärsäuren untereinander zugunsten der Essigsäure eingestellt. Das optimiert die Gasbildung und erhöht die Methanausbeute.


    Einsatzbereich

    Der Einsatz von PlantaSil / PlantaSil HC ist besonders bei folgenden Energiepflanzen zu empfehlen:

    • Energiemais
    • Zuckerhirse
    • Getreide-Ganzpflanzensilage
    Mais

    Dosierung

    PlantaSil

    2,4 g PlantaSil je to Substrat

    240 g Beutel, ausreichend für 100 t Substrat bzw. 140 – 170 m³ Siloraum

    Flüssigapplikation (0,5 – 2 l/t Substrat)

    PlantaSil HC

    2,4 g PlantaSil HC je t Substrat

    600 g Beutel PlantaSil HC, ausreichend für 250 t Substrat

    Flüssigapplikation (20 – 150 ml/t Substrat)

    Einen Beutel PlantaSil HC in 5 Liter Wasser unter stetem Rühren auflösen und in den Spezialtank füllen. 20 ml Hochkonzentrat werden mittels geeigneter Dosiertechnik (BioDos LD, BioDos ProfiLine) pro Tonne Futter gleichmäßig aufgesprüht.

    Nicht aufgebrachtes, aufgelöstes Produkt kann für maximal 4 Tage im Kühlschrank zwischengelagert werden.


    Ergebnisse

    PlantaSil und PlantaSil HC vermeiden Substratverluste bei der Entnahme. Das sichert gleichbleibende Substratqualitäten, eine wesentliche Voraussetzung für hohe Gasausbeuten. Die enthaltenen höheren Essigsäuremengen werden direkt in Methangas umgewandelt.

    Ergebnisse aus der Praxis

    Erlösminderung durch Nacherwärmung im Annahmedosierer einer Biogasanlage
    Einsatzmenge Silage25 t/d
    Temperaturanstieg5 °C
    Verlust, relativ TM/OS (%)1/3
    Verlust, absolut OS0,75 t
    Verlust, Biogas (bei 200 m³/t)150 m³
    entgangene Stromproduktion (bei 6 kWh/m³, Wirkungsgrad: 40 %)360 kWh
    Erlösminderung bei 0,17 €/kWh61 €/d
    Einfluss der Liegezeit auf Außentemperatur im Annahmedosierer

    Theoretisch sollten Biogasanlagen keine Probleme mit Nacherwärmung im Silo haben. Die Silogröße sollte zum Bedarf passen und es sollte ausreichenden Vorschub geben. Hauptproblem vieler Biogasanlagen ist die Zwischenlagerung in den Annahmedosierern. Dort liegt das Substrat meist zwölf Stunden und länger bei einer wesentlich geringeren Lagerungsdichte. Luft kommt an das Substrat und die Hefen starten ihren Stoffwechsel – es wird warm.

    Messungen zeigen, dass bereits nach wenigen Stunden Zwischenlagerung die Temperatur ansteigt. Nur fünf Grad mehr verursachen einen wirtschaftlichen Schaden von 60 € am Tag (bei 25 Tonnen Substarteinsatz). Dieses Problem im Annahmedosierer wird oft übersehen und unterschätzt.

    Abhilfe schafft der Einsatz von PlantaSil, dem biologischen Siliermittel, das bereits in der Silage gezielt ausreichende Mengen an Essigsäure bildet. Essigsäure ist eine der stärksten natürlichen Hemmstoffe für Hefen. Wird die Silage mit PlantaSil eingelagert, bleibt das Substrat im Annahmedosierer mehr als zwei Tage stabil.

     

    Bessere Gasausbeute durch Einsatz von PlantaSil

    Aktuelle Ergebnisse aus der Praxisversuchen, die gemeinsam mit der GS Agri durchgeführt wurden, belegen erneut den positiven Effekt von PlantaSil auf die Gasausbeute von Energiemais.

    Dabei wurde Energiemais mit und ohne Zusatz des Siliermittels PlantaSil verglichen und der Einfluss auf Gärproduktmuster bzw. auf die gezielte Steuerung des Gärverlaufs und Einfluss auf Gasausbeute betrachtet.

    In der behandelten Silage wurde die Gärung gezielt gesteuert und lief effizienter ab, was unter anderen an den etwas höheren Essigsäuregehalten erkennbar ist. Im Ergebnis war die Gasausbeute je kg oTS höher als in der unbehandelten Kontrolle.

    Bereits nach sechs Wochen Lagerung zeigt sich ein positiver Effekt durch den Einsatz von PlantaSil.

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Pflanzen


  • Sudangras

    Ertrag

    • 20 – 35 t/ha (je nach Schnitt)

    Erntezeitpunkt

    • Rispenschieben: 18 – 26 % TS
    • Häcksellänge: 3 – 5 cm
    • Bei Mehrschnittnutzung 10 cm Stoppelhöhe einhalten

    Risiko

    • Schwer bis mittelschwer silierbar
    • Bei TS < 28 % fällt Gärsaft an
    • Risiko Fehlgärung / Buttersäure

    Siliermittel

    • ProFerm
    Sudangras
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  • Riesenweizengras

    Ertrag

    • 20 – 40 t/ha (je nach Schnitt)

    Erntezeitpunkt

    • Anschwellen Fahnenblatt
    • Häcksellänge 3 – 5 cm
    • Anwelkgrad: 30 – 40 % TS

    Risiko

    • Mittelschwer bis leicht silierbar
    • Fehlgärung < 35 % TS
    • Nacherwärmung / Verschimmelung > 35 % TS

    Siliermittel

    • Bis 35 % TS ProFerm
    • Ab 35 % TS PlantaSil
    Riesenweizengras
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  • Energierüben

    Ertrag

    • 60 – 90 t Frischmasse/ha

    Erntezeitpunkt

    • Säubern, schnitzeln, wenn Lagunenlagerung, dann mit Folie abdecken

    Risiko

    • Leicht silierbar
    • Alkoholische Gärung bei Lagerung
    • Nacherwärmung und Verschimmlung bei Auslagerung
    • Absaugen des Niederschlagswassers von der Folie

    Siliermittel

    • PlantaSil
    Energierüben
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  • Zuckerhirse

    Ertrag

    • 20 – 50 t Frischmasse/ha

    Erntezeitpunkt

    • Ernte bei 20 – 28 % TS in Gesamtpflanze
    • Häcksellänge: 3 – 5 cm

    Risiko

    • Leicht silierbar
    • Gärsaftproblematik beachten

    Siliermittel

    • PlantaSil
    Zuckerhirse
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  • Durchwachsene Silphie

    Ertrag

    • 20 – 50 t Frischmasse/ha

    Erntezeitpunkt

    • Ernte bei 20 – 30 % TS in Gesamtpflanze
    • Termin August / September
    • Häcksellänge: 3 – 5 cm

    Risiko

    • Mittelschwer silierbar
    • Gärsaftproblematik und Verholzungsgrad beachten
    • Je niedriger TS ist, desto länger sollte gehäckselt werden
    • Rhizombildung im Boden

    Siliermittel

    • ProFerm
    Durchwachsene Silphie
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  • Buchweizen

    Ertrag

    • 5 – 10 t Frischmasse/ha

    Erntezeitpunkt

    • Ernte ca. 100 Tage nach der Aussaat, Mitte bis Ende September
    • Ernte bei 28 – 35 % TS in Gesamtpflanze
    • Häcksellänge: 3 – 5 cm

    Risiko

    • Mittelschwer bis leicht silierbar
    • Gärsaftproblematik bei < 30 % TS in Gesamtpflanze beachten
    • Je niedriger TS ist, desto länger sollte gehäckselt werden
    • Fehlgärung < 30 % TS
    • Nacherwärmung / Verschimmelung > 30 % TS

    Siliermittel

    • bis 30 % TS ProFerm
    • ab 30 % TS PlantaSil
    Buchweizen
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  • Sonnenblume

    Ertrag

    • 35 – 50 t Frischmasse/ha

    Erntezeitpunkt

    • > 30 % TS in Gesamtpflanze
    • Häcksellänge: 3 – 5 cm

    Risiko

    • Schwer bis mittelschwer silierbar
    • Gärsaftproblematik bei < 30 % TS in Gesamtpflanze beachten
    • Großes Wasserspeicherpotenzial in Stengeln

    Siliermittel

    • ProFerm
    Sonnenblumen
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  • Blühmischung

    Ertrag

    • 20 – 50 t Frischmasse/ha
    • abhängig von Artenzusammensetzung, Pflanzenalter und Nutzungsjahr

    Erntezeitpunkt

    • Ernte bei 20 – 30 % TS in Gesamtpflanze
    • Termin erste Augusthälfte
    • Häcksellänge 3 – 5 cm

    Risiko

    • schwer bis mittelschwer silierbar
    • Gärsaftproblematik und Verholzungsgrad beachten

    Siliermittel

    • ProFerm
    Blühmischung
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  • Grünroggen

    Ertrag

    • 20 – 25 t Frischmasse/ha

    Erntezeitpunkt

    • Möglichst mind. 25 % TS anwelken
    • Ernte zum Zeitpunkt Schossen/Ährenschieben
    • Häcksellänge 3 – 5 cm

    Risiko

    • mittelschwer silierbar
    • Risiko Fehlgärung/Buttersäure
    • Verschmutzungen bei Futterbergung vermeiden
    • Gärsaftproblematik beachten

    Siliermittel

    • ProFerm

    Weitere Informationen zu Grünroggen

    Grünroggen
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Profuma Spezialfutterwerke GmbH & Co. KG