Versuche

Versuchsanstellung:

  • Ausgangsmaterial Gersten- und Weizenstroh,
  • < 20 % Restfeuchte
  • Lagerung als Quaderballen unter Dach
  • Varianten: Kontrolle (unbehandelt), RaicoSil Straw (250 Gramm/Tonne), in Wasser gelöst, 1,25 Liter Anwendungslösung


Material und Methoden:

  • Beprobung des Ausgangsmateriales im Schwad, vor dem Pressen
  • Beprobung der Ballen nach jeweils 1, 30 und 100 Tagen Lagerung
  • Untersuchung der Parameter im Ausgangsmaterial in einer Sammelprobe
  • Untersuchung einzelner Ballen zum Zeitpunkt der Probenahme


Erfassung folgender Parameter:

  • Verlauf der Temperatur in den Ballen
  • Keimdichte der Bakterien, Hefen und Schimmelpilze
  • Untersuchung ausgewählter Mykotoxine
  • Bestimmung des aw-Wertes
  • Chemische Analyse ausgewählter Inhaltsstoffe


Ergebnisse:

a) Start

Untersuchung von Restfeuchte und Keimbesatz:

Gerstenstroh:

Trockenmasse (%)88,1
Restfeuchte (%)11,9
aw-Wert0,49
Schimmelpilze (Tsd.kbE/g)150
Hefen (Tsd.kbE/g)850
Bakterien (Tsd.kbE/g)3.700


Weizenstroh:

Trockenmasse (%)91,4
Restfeuchte (%)8,6
aw-Wert0,54
Schimmelpilze (Tsd.kbE/g)1.650
Hefen (Tsd.kbE/g)850
Bakterien (Tsd.kbE/g)18.000

b) Temperaturentwicklung in den Ballen


Unmittelbar nach dem Pressen wurde ein leichter Anstieg der Temperatur beobachtet. In den mit RaicoSil Straw behandelten Ballen war dieser jedoch weniger stark ausgeprägt. Im weiteren Verlauf der Lagerung blieb die Temperatur hier auch unter der in der unbehandelten Kontrolle.

Anhand der Keimdynamik konnte dieser Temperaturanstieg zu Beginn direkt mit dieser in Verbindung gebracht werden. Besonders Bakterien und Schimmelpilze hatten sich vermehrt. Daraus lässt sich ableiten, dass unmittelbar nach dem Pressen im Stroh ähnliche Prozesse ablaufen, wie wir sie vom Heu oder auch Getreide her kennen. Infolge mikrobieller Atmungsprozesse wird Wärme freigesetzt. Damit verbunden sind Nährstoffverluste und ein höheres Mykotoxinrisiko.


c) Verlauf von Restfeuchte und aw–Wert während der Lagerung


Wie zu erwarten, war der aw–Wert 1) im Stroh sehr niedrig. Im Verlauf der Lagerung kam es in den Ballen zu einem Ausgleich zwischen der Restfeuchte und der Luftfeuchte in der Umgebungsluft, was sich in einem geringen Anstieg zeigte. Auch der aw–Wert erhöhte sich. Die mit RaicoSil Straw behandelten Ballen zeigten im gesamten Untersuchungszeitraum niedrigere Werte als die unbehandelte Kontrolle. Die Ergebnisse zum aw–Wert zeigen deutlich, dass die enthaltenen Wirkstoffe im RaicoSil Straw über den Salzeffekt die Verfügbarkeit des enthaltenen Wassers weiter verringern. Weniger verfügbares Wasser bedeutet vermindertes mikrobielles Wachstum.

1): aw-Wert kennzeichnet die Verfügbarkeit des enthaltenen Wassers


d) Keimdichte der Schimmelpilze im Verlauf

Obwohl die Keimzahlen der gefundenen Schimmelpilze während der Lagerung zurückgingen, überschritten sie im Gerstenstroh und auch im Weizenstroh die Orientierungswerte für die mikrobiologische, hygienische Beschaffenheit von Futtermitteln. Das gilt sowohl für die Feldpilze und als auch für die Lagerpilze.



Nach Zusatz von RaicoSil Straw konnte die Keimdichte unerwünschter Bakterien und Schimmelpilze deutlich reduziert werden.



e) Untersuchungen zum Mykotoxinstatus

Die deutlich verbesserte mikrobiologische Beschaffenheit nach Einsatz von RaicoSil Straw zeigt sich auch bei den Mykotoxinen. Während in der unbehandelten Kontrolle teilweise grenzwertig hohe Gehalte an DON gefunden wurden, reduzierte der Einsatz von RaicoSil Straw diese um ca. 50 %.


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