BioCool für stabile Silagen


Wichtig bei der Wahl des geeigneten Siliermittels gegen Nacherwärmung ist, dass es in der Lage sind, das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen wirkungsvoll zu unterdrücken und derart die aerobe Haltbarkeit zu verbessern. BioCool reduziert nachweislich die Anzahl der Hefen in der Silage (Tabelle). Die Stabilität der Silage bei der Auslagerung ist gesichert und Verluste werden vermieden. Außerdem unterstützt BioCool die natürliche Milchsäuregärung und verbessert die Futterwertkennzahlen. Zusätzliches Plus: Behandelte Silagen enthalten im Durchschnitt 5 – 7 g Propylenglycol / kg TS. Das entspricht je Tier und Tag etwa 0,5 MJ NEL. Silagen, die ohne den Zusatz von BioCool einsiliert wurden, erreichten diese Ergebnisse nicht. Sie waren aerob instabil und zeigten eine schlechtere Fütterungseignung.



BioCool ist DLG – geprüft in der Wirkungsrichtung 2. Die Verbesserung der Haltbarkeit behandelter Silagen bei der Auslagerung ist nachgewiesen.


Ergebnisse

1. Einfluss von BioCool auf Gärqualität und aerobe Stabilität von Maissilage

Kleinschmitt et. al. (2006)Kontrolle (n=43)BioCool (n=43)
Silagequalität
pH-Wert
Milchsäure (%TM)
Essigsäure (% TM)

3,70
6,59
2,18

3,88
4,79
3,89
Keimzahl an Hefen (kbE/ g15.14076
aerobe Stabilität (Std.)25503

Praxisergebnisse (2015)Kontrolle (n=15)BioCool (n=15)
Silagequalität
pH-Wert
Milchsäure (%TM)
Essigsäure (% TM)
Propylenglycol (% TM)

3,71
4,17
2,24
0,29

3,67
4,85
2,41
1,26
aerobe Stabilität (Std.)4676


2. Einfluss von BioCool auf die Futterwertkennzahlen und Futteraufnahme

 Kontrolle BioCoolDifferenz
Adesogan, et.al. (2003)
NDF (%TM)
ADF (%TM)
vOS (%TM)

11,98
4,77
80,68

11,19
4,29
81,97

- 0,79 %
- 0,48 %
+ 1,29 %
Nussio, et.al. (2012)
NDF (%TM)
ADF (%TM)
vOS (%TM)

45,25
22,24
63,35

43,44
21,09
65,51

- 1,81 %
- 1,15 %
+ 2,16 %
Weinberg et.al. (2007)
vOS (%)

59,60

63,10

+ 3,50 %
Rabelo, et.al (2017)
NDF (%TM)
ADF (%TM)

29,2
17,2

27,7
16,0

- 1,5 %
- 1,2 %
Ranjit et.al. (2000)
Futteraufnahme, Schafe
(g TM/Tag)
903935
+ 3,45 %
Basso et.al. (2012)
Futteraufnahme, Schafe
(g TM/Tag)
11901270+ 6,72 %


Einfluss von BioCool auf den Gehalt ausgewählter Mykotoxine in Silagen

Der Wirkmechanismus von BioCool kommt bereits zu Silierbeginn zum Tragen. So fördert beispielsweise das frei gesetzte Kohlendioxid die Bildung der anaeroben Atmosphäre. Feldpilze, die mit einsiliert wurden, wie beispielsweise Fusarien, sterben schneller ab und das Risiko, dass sie weiter Mykotoxine bilden können, sinkt. Untersuchungen belegen diesen Nebeneffekt. Die mit BioCool behandelten Silagen zeigten geringere Mykotoxinkonzentrationen. So waren in den untersuchten Silagen die Deoxynivalenolgehalte (DON) um etwa 20 Prozent und die Zearalenongehalte (ZEA) um etwa 30 Prozent niedriger als in den unbehandelten Kontrollsilagen.


weitere Ergebnisse


Eigenschaften des Milchsäurebakteriums Lactobacillus buchneri genutzt

In diesem Jahr feiert eine erfolgreiche Marke der AGRAVIS Raiffeisen AG ihren runden Geburtstag: BioCool, ein biologisches Siliermittel gegen Nacherwärmung, wurde vor 20 Jahren auf dem deutschen Markt eingeführt. Seitdem sind mit der speziellen Produktformulierung viele Millionen Tonnen Silomais, Wiesengras, Ballensilage und Ganzpflanzensilage siliert worden. Die im BioCool enthaltenen heterofermentativen Milchsäurebakterien vom Typ Lactobacillus buchneri NCIMB 40788 fördern die Milchsäuregärung und verbessern gleichzeitig die Stabilität der Silage bei Luftzutritt. Das Siliermittel hilft somit, Futterverderb durch Hefen und Schimmelpilze und die damit verbundene Erwärmung der Silage zu vermeiden. Denn beste Silagen sind Voraussetzung für eine wiederkäuergerechte und gesunde Fütterung. BioCool leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Absicherung dieser Qualitätsanforderungen.


Regelmäßige Temperatur-Messungen der mit BioCool behandelten Silage bestätigen, dass das Siliermittel Nacherwärmung in der Miete verhindert.
„Bei der Markteinführung 1998 war BioCool das erste biologische Siliermittel zur Verbesserung der aeroben Haltbarkeit auf dem deutschen Markt“, erläutert Dr. Sabine Rahn, AGRAVIS-Produktmanagerin Siliermittel. „Parallel zur Markteinführung wurde es von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft e.V. (DLG) der Siliermittelprüfung in der Wirkungsrichtung 2 unterzogen. Als weltweit erstes Produkt bestand es die umfangreichen Prüfungen und erhielt 1998 bereits das DLG-Gütezeichen der Kategorie 2 für Grassilagen und 1999 für Maissilagen.“ Einen wichtigen Anteil an der Erfolgsgeschichte habe dabei das Milchsäurebakterium Lactobacillus buchneri NCIMB 40788. Dieses Milchsäurebakterium verfügt über einen einzigartigen Stoffwechselweg und ist in der Lage, neben Zucker auch Milchsäure als Substrat zu nutzen. Insbesondere, wenn der Zuckergehalt im Siliergut nicht ausreicht, kann die gebildete Milchsäure als Substrat genutzt werden. Dabei handelt es sich um einen über den pH-Wert der Silage regulierten Mechanismus. Die mit BioCool behandelten Silagen enthalten in der Regel Essigsäuregehalte bis maximal 3,5 Prozent in der Trockenmasse. Entsprechend sind auch keine verminderten Futteraufnahmen zu beobachten. „Die Entdeckung der Eigenschaften dieses Milchsäurebakteriums war ein echter Durchbruch bei den biologischen Siliermitteln”, betont Rahn. Neben dem Lactobacillus buchneri NCIMB 40788 ist auch ein speziell zusammengestellter Enzymkomplex im Produkt enthalten. Dieser unterstützt die Milchsäurebakterien zu Beginn der Silierung.


BioCool sollte vor allem eingesetzt werden, wenn Probleme mit Nacherwärmung und verminderter aerober Stabilität vorhanden sind. Die Dosierung ist einfach: Pro Tonne Futter werden 6 Gramm Pulver benötigt, ein 150 Gramm-Päckchen ist ausreichend für 25 Tonnen Siliergut oder 35 bis 40 Kubikmeter Siloraum. Ein Päckchen wird beispielsweise in 50 Liter Wasser unter stetem Rühren aufgelöst und pro Tonne Futter werden 2 Liter der fertigen Lösung aufgesprüht. Neben der Standardapplikation gibt es auch eine spezielle Formulierung für die Mikroapplikation. Unterschiedliche Futterpflanzen und Silierverfahren erfordern angepasste Produktformulierungen. Auch Erntetechnik und Ernteverfahren haben sich in den vergangenen 20 Jahren weiterentwickelt. „Um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, wird die Produktpalette stetig weiterentwickelt und ergänzt“, erklärt die Produktmanagerin. "Mit BioCool sind wir 1998 in der Raiffeisenschiene bei den Siliermitteln gestartet. Heute bieten wir insgesamt sechs Siliermittel für verschiedene Anforderungen in verschiedenen Produktformulierungen an. BioCool wird aber immer ein wichtiger Bestandteil unseres Sortimentes bleiben. Im Laufe der Jahre hat das Feedback aus der Praxis die Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit immer wieder bestätigt.“


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