Die optimale Grünlandpflege im Spätsommer

Idealer Zeitpunkt für die Beseitigung von Ampfer

Mehrjährige Wurzelunkräuter wie der Ampfer sind gegenüber systemischen Herbiziden nur in bestimmten Entwicklungsphasen empfindlich und erweisen sich in anderen wiederum als nahezu resistent. Der Behandlungserfolg ist abhängig von der Ableitung der Wirkstoffe und Assimilate in die Wurzel. Die höchste Einlagerungsrate ist bei voller Rosette und wenn sich der Spross zu strecken beginnt gegeben. Der Herbizideinsatz sollte daher in dieser Entwicklungsphase erfolgen. Um die entstandenen Lücken zu schließen, wird eine Nachsaat empfohlen.

Die Grasnarbe durch Neu-/ oder Nachansaat schließen

Im Spätsommer herrschen optimale Bedingungen für eine Neuansaat. Die Wuchsleistung der Altgräser ist gehemmt und die Narbe liegt offen, sodass das Saatgut direkt an die Erdoberfläche ausgebracht werden kann. Zudem ist in der Regel ausreichend Feuchtigkeit zur Keimung vorhanden. Welche Pflegemaßnahme angebracht ist, entscheidet der aktuelle Zustand der Fläche. Dabei lassen sich vier Kategorien bzw. Ausgangslagen des Grünlands unterscheiden. Hier ein Überblick, welche Maßnahmen sich für welche Ausgangslage anbietet:


Grundsätzlich ist die Ausdünnung der Grasnarbe ein natürliches Vorgehen. Eine regelmäßige Nachsaat ist daher normal. Generell sollte im Frühjahr und Herbst eine Nachsaat durchgeführt werden. Die Saatgutmenge orientiert sich an der Narbendichte. Als Faustzahl gelten: 40 kg/ha bei Neuansaat, 20 kg/ha bei ca. 50 Prozent Bodenbedeckung, 10 kg/ha bei 75 Prozent Bodenbedeckung.

Weitere Infos gibt es bei Imke Hansing, Futterbau-Vertriebsberatung, Telefon 0170 1851120, E-Mail imke.hansing@agravis.de oder agrav.is/gruenland


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