Qualitätsbeurteilung Grassilage

Analysedaten geben Hinweise zum Management

Grassilage
Für die Beurteilung der Grassilagequalität werden verschiedene Parameter im Labor untersucht. Einige davon zeigen auch, wie gut das Management umgesetzt wurde. Die Qualität der Grassilage setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. So spielt der Nährstoff- und Energiegehalt eine wichtige Rolle für den Futterwert. Aber auch Gärsäuren und Hygienestatus sind wichtig. Sie kennzeichnen nicht nur Schmackhaftigkeit und Futterakzeptanz, sondern geben auch deutliche Hinweise zum Management und zur Höhe der Verluste.

Für alle qualitätsbestimmenden Parameter gibt es Ziel- und Orientierungswerte. Werden diese nicht erreicht, sinkt die Futtereffizienz. Außerdem steigen die Verluste und Probleme in der Fütterung sind vorprogrammiert.

Einige Parameter lassen auch Rückschlüsse zum Grundfuttermanagement zu. So zeigen Rohasche und Rohfaser auf, wie es um das Grünland auf dem Feld bestellt war. Wie sieht die Grasnarbe aus? Ist die Gräserzusammensetzung günstig? In Verbindung mit dem Trockensubstanzgehalt wird erkennbar, ob die Ernte geklappt hat. Wurde zum Beispiel der Schnittzeitpunkt richtig gewählt? Konnte das Anwelken ausreichend gesteuert werden?

Aber auch Risiken für Futterhygiene und Lagerstabilität lassen sich ableiten. Liegen Trockensubstanz und Rohfaser oberhalb der Zielwerte, sind Nacherwärmung und Verschimmelung wahrscheinlich. Ist hingegen die Rohasche erhöht und gleichzeitig der Trockensubstanzgehalt niedrig, steigt das Risiko für Fehlgärungen. Wird die Gärqualität untersucht, geben pH-Wert, Gärsäuren und Ethanol wichtige Hinweise. Sie zeigen, wie gut es gelungen ist, den Verlauf der Milchsäuregärung zu steuern und Schadmikrooganismen auszuschalten. Konnten Fehlgärungen vermieden werden? Ist die Silage buttersäurefrei oder gar zu sauer? Inwieweit konnten Hefen sich vermehren? Existiert ein Risiko für Ethylester? Das sind alles klare Hinweise zur Bewertung von Schmackhaftigkeit und Futterakzeptanz.

Ziel der Grassilagebereitung ist es, die Silierung bestmöglich zu steuern und die Verluste auf ein Minimum zu reduzieren. Das bedeutet: Kontrolle von anaerobem und auch aerobem Stoffabbau. Neben der Überwachung des kompletten Managements gewinnen Siliermittel hier zunehmend an Bedeutung. Für die Auswahl der richtigen Produkte ist deren Wirkungsrichtung entscheidend. So kontrolliert der gezielte Einsatz von Siloferm den anaeroben Stoffabbau während der Gärung. BioCool hingegen hat seinen Schwerpunkt bei der Auslagerung und wirkt dem aeroben Stoffabbau entgegen. Dazu kommen weitere Zusatzeffekte beider Produkte, die die Futterwertkennzahlen positiv beeinflussen und zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Weitere Informationen gibt es bei Dr. Sabine Rahn, Produktmanagerin Silierung/Konservierung, Telefon 0251 . 682-2289, sabine.rahn@agravis.de.


Nutzen Sie diese Tabelle zur Beurteilung ausgewählter Inhaltsstoffe!


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