Aerobe Haltbarkeit

Das Hauptproblem vieler Futterpflanzensilagen ist deren aerobe Haltbarkeit. Insbesondere die nährstoffreichen Mais- und GPS-Silagen neigen verstärkt dazu, während der Entnahme warm zu werden und zu verschimmeln. Verursacht werden diese Umsetzungen durch Hefen und Schimmelpilze, die während der Lagerung in der Silage überdauert haben. Wird die Siloanlage jetzt geöffnet und dringt Luft in die Silage ein, vermehren sie sich explosionsartig. Die aus ihrer Aktivität resultierenden Verluste sind beträchtlich. Größe und Ausmaß dieses Stoffabbaus bleibt oft unbemerkt bzw. wird erheblich unterschätzt.






Ein Anstieg der Temperatur in der Silage gilt immer als Alarmzeichen. Jede Erwärmung ist das Ergebnis eines aeroben Stoffabbaues, setzt also die Gegenwart von Sauerstoff voraus. Anhand der Temperaturentwicklung können die Verluste an Energie und Trockenmasse beschrieben werden (Tab. 3.2). So gehen z.B. je Grad Celsius Temperaturanstieg pro Tag 0,1% MJ NEL je kg Trockenmasse verloren. Energie, die dann für die Methangaserzeugung nicht mehr zur Verfügung steht.

Beispiel  
1. Temperaturanstieg durch Nacherwärmung: plus 15 Grad  
2. Entspricht Verlusten je to Silage von:
  • ca. 1,5 % Energie pro Tag
    ca. 30 kg Silage pro Tag
    ca. 9 m³ Gasertrag

Bei einer Anschnittfläche von z.B. 80 qm verringert sich bei Nacherwärmung die Gasausbeute um ca. 540 m³ pro Tag. Das sind 160,- Euro Stromvergütung weniger.


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