TMR


Besonders in der wärmeren Jahreszeit kommt es häufig zu einer Erwärmung der TMR. Insbesondere energie- und nährstoffreiche Silagen neigen schnell zur Nacherwärmung. Durch den Lufteintrag während der Zubereitung der Mischung werden Gärfutterschädlinge (Hefen und Pilze) gefördert. Sie veratmen z.B. Zucker und Stärke und die TMR wird warm. Die Futterverluste steigen, die Futterqualität sinkt und die Futteraufnahme geht zurück. Verminderte Futteraufnahme von 30 % und mehr sind dann nicht selten (Tabelle).

Verringerung der Futteraufnahme infolge Nacherwärmung
Anwelksilage, Milchkühe

Tag FütterungTM - Aufnahme (kg)
Tag 1kalte Anwelksilage10,9
Tag 2kalte Anwelksilage11,3
Tag 3erwärmte Anwelksilage7,7 (minus 30% )
Tag 4kalte Anwelksilage10,8
Tag 5kalte Anwelksilage10,5

Um eine Nacherwärmung der TMR zu vermeiden, können verschiedene Konservierungsmittel eingesetzt werden. Sie sichern die Qualität, die TMR bleibt stabil und erwärmt sich nicht im Futtertrog. Schmackhaftigkeit und damit Futterakzeptanz (Grafik) sind sicher.


Je nach verwendetem Produkt und dessen Zusammensetzung schwanken die empfohlenen Aufwandmengen. Auch der Keimdruck der Silagen und die Witterungsbedingungen beeinflussen die Aufwandmenge. Gegebenenfalls ist die Dosierung dementsprechend anzupassen. Beim Einsatz selbst ist darauf zu achten, dass die Produkte gleichmäßig in der TMR eingemischt werden

Orientierungswerte für die Dosierung ausgewählter Produkte:

 Propionsäure3,0 ltr / to
 Grain Save NC 903,5 ltr / to
 Lupro-Mix NA3,0 ltr / to
 Kaliumsorbat200-300 g / to

Ursachen finden

Wird die TMR warm, sollte grundsätzlich immer die eigentlichen Ursachen für diese Probleme gefunden werden. Nur so können entsprechende Vorbeugemaßnahmen ergriffen werden. Zu empfehlen ist, hierzu folgende Fragen abzuarbeiten.

1. Ist für die Nacherwärmung der TMR eine bestimmte Futterkomponente verantwortlich? Wie ist deren Hygienestatus zu beurteilen?

2. Wie ist die aerobe Stabilität der Silagen zu beurteilen? Wird die Silage bereits im Silo warm oder ist sie verschimmelt?

3. Ist das Mischintervall zu lang? Kann es verkürzt werden?

Hat eine der verwendeten Silagen eine zu geringe aerobe Stabilität und verursacht diese das Warm werden der TMR, muss auch hier die Ursache dafür abgeklärt werden.

Vorschub ist entscheidend

Die effektivste Maßnahme gegen Nacherwärmung / Verschimmelung ist eine Erhöhung des Vorschubes in der Miete. Die Anforderungen an den Mindestvorschub liegen im Winter bei 1,5 – 2 m und im Sommer bei 2,5 – 3 m pro Woche. Mit Hilfe von Veränderungen in der Rationsgestaltung sind manchmal Steigerungen möglich.

Außerdem sollte die Silogeometrie geprüft und im kommenden Jahr dem Tierbestand bzw. den Mindestanforderungen an den Vorschub. Oft sind Veränderungen hier standortbedingt nicht möglich. Dann muss bereits beim Einsilierung die aerobe Stabilität der jeweiligen Silage durch den Einsatz geeigneter Siliermittel ( BioCool ) gesichert werden.

Behandlung der Anschnittfläche

Ein Einsprühen der Anschnittfläche mit geeigneten Mitteln gilt nach wie vor als so genannte „Erste-Hilfe“-Maßnahme. Verwendet werden in der Regel abgepufferte Säuren ( Lupro-Mix NA, Grain Save NC 90 ). Die Wirkung des verwendeten Mittels an der Anschnittfläche verbessert sich, wenn diese abgeschrägt wird. In der Summe muss man sich jedoch darüber im Klaren sein, dass das Mittel nur wenige

Zentimeter in die Anschnittfläche eindringen kann und seine Wirkung somit begrenzt ist.

Fazit

Nacherwärmung und Verschimmelung nachträglich noch zu vermeiden, ist schwierig. Ein ausreichender Vorschub, die Behandlung der Anschnittflächen oder der Mischung im Futterwagen zum Beispiel mit Grain Save NC 90 können helfen, das Schlimmste zu verhindern. Besser ist es jedoch, bereits bei der Einlagerung sorgfältig zu arbeiten und auf ein geeignetes Siliermittel ( BioCool ) zurückzugreifen.

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