Giftpflanzen



Der "Gemeine Stechapfel" gehört inzwischen mit zu den Problemunkräutern im Silomais. Er gehört zu den Nachtschattengewächsen und damit zu den Giftpflanzen. Die Blütezeit ist Juni bis Oktober. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Alkaloide (Hyoscamin, Scopolamin, Adropin). Besonders hoch ist der Alkaloidgehalt in den Wurzeln und Samen. Werden diese von den Nutztieren aufgenommen, kommt es zu Vergiftungserscheinungen. Sein Einfluss auf die Silierbarkeit vom Mais ist gering. Versuche haben gezeigt, dass während der Silierung der Alkaloidgehalt absinkt. Jedoch gibt es biher keine Hinweise, ob sich auch die Toxizität ändert. Um Vergiftungserscheinungen und Leistungseinbußen vorzubeugen, sollten befallene Bestände nicht mit siliert werden.



Schwarzer Nachtschatten ist eine Giftpflanze, die zu den Wärme liebenden Spätkeimern gehört. Aufgrund seines hohen Wärmebedarfes entwickelt sich schwarze Nachtschatten meistens in schon aufgelaufenen, lange offen bleibenden Sommerkulturen und führt zur Spätverunkrautung. Alle Pflanzenteile enthalten giftige Alkaloide (z.B. Solanin). Besonders hoch ist der Alkaloidgehalt in den Samen und Wurzeln. Ein weiteres Problem sind die oft hohen Nitratgehalte in den Pflanzenteilen.

Untersuchungen zeigen, dass ein Anteil von 20 – 25 % schwarzer Nachtschatten an der Grünmasse im Silomais und bis zu 15 % im Gras ohne Probleme im Silo und im Stall toleriert werden können (nach Richter, 1994). Bei Grünfütterung sollte der Anteil von Schwarzem Nachtschatten an der Grünmasse unter 15 % liegen. Werden betroffene Pflanzenbestände einsiliert, sinkt der der Alkaloidgehalt in der Regel ab. Um Vergiftungserscheinungen und Leistungseinbußen vorzubeugen, sollten befallene Bestände trotzdem immer rationiert verfüttert werden.



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