Maisbeulenbrand

Maisbeulenbrand wird durch einen Pilz (Ustilago maydis) verursacht. Die Infektion erfolgt immer an noch teilungsfähigem, das heißt sich noch im Wachstum befindendem Gewebe. Die Sporen gelangen über Spaltöffnungen, Wunden oder Zellwände direkt in die Pflanze und regen dort das Wachstum an. Es kommt zur typischen Beulenbildung.

Die Sporen selbst können bis zu zehn Jahre im Boden überdauern. Typische Verbreitungswege sind Anhaftungen am Saatgut, Wind und Wasserspritzer. Im Frühjahr keimen sie aus und greifen besonders gestresste und junge Maispflanzen an. Stressfaktoren können eine schnell wechselnde Witterung (hohe Temperaturen, Trockenheit, Spätfröste, Hagel) oder Fritfliegenbefall sein. Die Maispflanze versucht dann Wachstumsrückstände wieder auszugleichen. Maisbeulenbrand tritt daher meist in Jahren mit starken Witterungsschwankungen auf. Auch weit stehende Maisbestände sowie anfällige Sorten können das Eindringen der Sporen begünstigen.

Je nach Intensität des Befalls zeigen sich Unterschiede in den Rohnährstoffgehalten. Trockensubstanzgehalt und der Gehalt an N–freien Extraktstoffen können absinken. Der Abbau der Kohlenhydrate führt wiederum zu einem relativen Anstieg des Rohproteingehaltes. In der Summe sinkt der Nährstoffgehalt und das Risiko weiterer Pilzinfektionen im Bestand steigt. Außerdem sinken Schmackhaftigkeit und damit die Futteraufnahme. Auch das Mykotoxinrisiko darf nicht außer Acht gelassen werden. Das gilt es bei der Verfütterung betroffener Silagen zu beachten.

Ein Befall von unter 20 % hat auf die Nährstoffkonzentration keinen Einfluss, ein hundertprozentiger Befall führt jedoch zu einer Energieminderung von bis zu 20 % (LfL 2006).

Die Veränderungen bei den Rohnährstoffen haben keinen nachteiligen Effekt auf die Gärqualität. Bei Befall mit Maisbeulenbrand deutet sich aber eine geringere aerobe Haltbarkeit an. Daher ist bei befallenen Beständen der Einsatz des Siliermittels BioCool empfehlenswert.

Weitere Informationen zum Thema Maisbeulenbrand finden Sie hier vom LfL, der bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft.


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