Maissilage ohne Kolben

Ist es während der Maisblüte sehr heiß und fehlt dazu noch das Wasser, findet oft kaum eine Befruchtung statt. Die Narbenfäden vertrocknen und die männliche Blüte wird kann nach kurzer Zeit steril. Im Ergebnis sind die Kolben nur mangelhaft eingekörnt bzw. fehlen komplett. Der in der Pflanze gebildete Zucker kann nicht als Stärke in den Kolben eingelagert werden, verbleibt im Pflanzengewebe und reichert sich dort an. Manchmal deutlich erkennbar anhand rötlicher Verfärbungen. Zur Sicherung eines bestmöglichen Futterwertes von derartigen Beständen, sind diese Flächen zügig abzuernten. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, dass für einen bestmöglichen Futterwert ein TS – Gehalt von 28 % nicht überschritten wird. Mit zunehmender Alterung verstrohen die Pflanzen sehr schnell und der Futterwert nimmt rapide ab. Für eine verlustarme Silierung enthalten diese Pflanzen ausreichend Zucker. Das Nacherwärmungsrisiko der Silagen kann mit dem von normaler Maissilage verglichen werden. Sind die Pflanzen bereits stark verstroht, lassen sie sich nur noch schlecht verdichten. Dem ist bei der Einlagerung in das Silo unbedingt Rechnung zu tragen. Gegebenenfalls in dünnen Schichten gemeinsam mit feuchteren Maisbeständen einsilieren. Zur Sicherung und Verbesserung der aeroben Haltbarkeit dieser Maissilagen wird der Einsatz der biologischen Siliermittel BioCool bzw. PlantaSil empfohlen werden.

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