Hagelschaden


Werden Futterflächen durch Hagel geschädigt, muss entschieden werden, wie es damit weitergeht. Der Grad der Schädigung bestimmt dabei, ob abgewartet werden kann oder geerntet werden muss. In der Regel empfiehlt es sich, sofort zu ernten. Die Pflanzen sind oft so stark geschädigt, dass kein weiteres Wachstum mehr zu erwarten ist. Je länger dann gewartet wird, umso schlechter werden Siliereignung und Futterqualität. Dort, wo die Hagelkörner die Pflanzen beschädigt und aufgeschlitzt haben, setzt sehr schnell Fäulnis und Verschimmelung ein. Beschädigte Blätter werden pergamentartig welk und lassen sich nur noch schlecht silieren.


Durch Hagelschlag stark geschädigter Silomaisbestand. Hier ist eine sofortige Ernte anzuschlagen.


Bei einem solchen Schadbild muss der Bestand beobachtet werden und hinsichtlich Verpilzungen regelmäßig kontrolliert werden. Gegebenenfalls ist der Erntetermin vorzuziehen.


Im unteren Bereich sind die Pflanzen oft durch hochgespritzten Boden stark verschmutzt. Auch das wirkt sich nachteilig auf die Siliereignung aus. Je nach Trockenmassegehalt sollte auch mit dem Auftreten von Gärsaft gerechnet werden. Zu Unterstützung der Silierung ist der Einsatz von Siliermitteln anzuraten. Handelt es sich um Ackergras, fördert Siloferm die Milchsäuregärung und vermeidet Fehlgärung. Ist hingegen Silomais betroffen, sollte BioCool zur Sicherung der aeroben Stabilität eingesetzt werden.

Zur Unterstützung in der Entscheidungsfindung kann auch dieses Schema mit herangezogen werden.

(Quelle: Nussbaum, 2005)


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