Keine Panik – Situation realistisch beurteilen

Die ersten Maisflächen wurden geerntet, jedoch sollte im Vorfeld der Bestand kritisch geprüft werden. Gibt es noch die Möglichkeit zur Regeneration der Pflanze oder besteht Keine Chance mehr dafür?

Momentan ist anzunehmen, dass die Bestände deutlich vitaler sind als ursprünglich angenommen. Deshalb empfehlen wir, die Bestände genau zu beobachten - oft sind nur einzelne Bereiche auf dem Feld betroffen!

Wichtige Informationen:

1. Ertrag

  • Pflanze ohne Kolben bis 1,20 m ca. 15 to/ha
  • Pflanze ohne Kolben bis 2,50 m ca. 20-25 to/ha
  • Pflanze mit leichtem Kolbenansatz ab 2,50 m ca. 30 to/ha

2. Trockenmasse

  • Bereite Variationen zwischen 25 -35 % Trockensubstanz
  • Vereinzelt kommt es zum Austritt von Pflanzensaft bzw. Gärsaft aus der Miete – hier unbedingt die Vorgaben der neue Verordnung Umgang mit wassergefährdeten Stoffen (AwSV) beachten. weitere Hinweise

3. Silierung

  • aufgrund der Trockenheit befindet sich noch viel Stickstoff in der Pflanze. Daher besteht ein erhöhtes Risiko der Bildung Nitroser Gase. Diese sind hochgiftig. weitere Hinweise

4. Tipps zur Beurteilung des Bestandes

  • Haben sich die Blätter der Pflanze morgens entfaltet?
  • Wie sehen die Lieschen aus? Abgestorben?
  • In welchem Bereich sind die Blätter abgestorben? Unterhalb von Kolben bzw. oberhalb von Kolben (-ansatz)?
  • Sind die Blätter oberhalb vom Kolben abgestorben oder die Lieschen verstroht, findet keine Umlagerung der Nährstoffe statt, es kommt zum Nährstoffstau. Je weiter die Pflanze verstroht ist, desto kleiner wird die assimilierte Fläche.
  • wichtig: Wringtest am Stängel  Prüfen sie die Restfeuchte der Pflanze durch Wringen des Stängels

5. Silagemanagement beachten

  • langsamer fahren beim Häckseln, bei sehr starken Dürreschäden Häcksellänge < 5 mm einstellen
  • Erntegeschwindigkeit der Walzarbeit anpassen, dünne Schichten einlagern, maximale Schichtstärke < 20 cm
  • Wenn möglich feuchteren Mais dazwischen einlagern
  • Auf Verdichtung achten, Verdichtung > 230 kg TM / qm
  • Luftdicht zudecken
  • Silo so anlegen, dass Vorgaben für den Vorschub ( Winter > 2m / Sommer > 3m ) erfüllt werden
  • Einsatz leistungsstarker Siliermittel BioCool (Futter) und Plantasil (Biogas) zur Sicherung der aeroben Haltbarkeit bei der Auslagerung


Wir empfehlen den Einsatz von BioCool / PlantaSil. Anhand von zahlreichen Untersuchungen wurde deutlich aufgezeigt, dass unsere Produkte die Keimdichte der Hefen deutlich reduzieren kann. Diese Wirkung setzt bereits zu Beginn der Silierung ein, dass anhand der Alkoholgehalte zu sehen ist.

Siehe Beispiel in der Tabelle:

 KontrolleBioCool
Ethanol (g/kg TM)40,519,0
Hefen (kbE/g)2.600.0008.300


Keine Angst vor hohen Einlagerungstemperaturen

Auf Grund der sehr hohen Temperaturen kommt der Mais sehr warm in die Miete. Das beschleunigt das mikrobielle Wachstum und hat einen intensiveren Gärprozess zur Folge. Die Anforderungen an das Silagemanagement steigen und besondere Sorgfaltspflicht ist wichtig. Während der Lagerung wird die Miete langsam abkühlen, es ist aber davon auszugehen, dass bei der Auslagerung immer noch Temperaturen oberhalb der gewünschten Temperaturen von 14 bis17 Grad liegen. Damit steigt das Risiko für Nacherwärmung und aerobe Instabilität, was den Einsatz von leistungsstarken Siliermitteln wie BioCool und Plantasil, notwendig macht.

Weitere Informationen zum Thema

In vielen europäischen Ländern (Rumänien, Bulgarien oder Süditalien) sind diese Temperaturen und Bedingungen Standard. Von diesen können wir lernen, was den Umgang mit vermeintlich vertrocknetem Mais angeht.


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