Siliermittel steigern Futtereffizienz

Bei der Grasernte Gewinne einfahren

Beste Silagen sind Voraussetzung für eine wiederkäuergerechte und gesunde Fütterung. Sie entscheiden über Gewinn oder Verlust in der Milchproduktion. Biologische Siliermittel leisten einen wichtigen Beitrag zur Absicherung dieser Qualitätsanforderungen. Je nachdem, welches Ziel verfolgt wird, kommen unterschiedliche Stoffwechseltypen der Milchsäurebakterien zur Anwendung. Während die homofermentativen Milchsäurebakterien ( Siloferm ) den Pflanzenzucker ausschließlich zu Milchsäure vergären, bilden heterofermentative Milchsäurebakterien ( BioCool ) neben der Milchsäure auch eine Reihe von pilzhemmenden Substanzen. Beide Produkte greifen gezielt in den Verlauf der Gärung ein und steuern diesen. Im Ergebnis sinken die Verluste während der eigentlichen Silierung bzw. der Auslagerung der Silage. So vermindern sich beispielsweise die reinen Gärverluste, je schneller der pH-Wert unter die für Gärschädlinge kritische Wachstumsgrenze fällt. Das ist der klassische Einsatzbereich von Siloferm.

Die im Siloferm enthaltenen homofermentativen Milchsäurebakterien fördern die erwünschte Gärung, indem viel Milchsäure in kurzer Zeit gebildet wird. Gärschädlinge werden ausgeschaltet und im Ergebnis sinken die Gärverluste. Allgemein gilt: Je schneller der pH-Wert absinkt, desto kleiner sind die Gärverluste. Statt der üblichen 6 bis 8 Prozent bei natürlicher Vergärung sind nach Einsatz von Siloferm dann Gärverluste von unter 5 Prozent möglich. Bereits eine Reduzierung um 1 Prozent ist gleichbedeutend mit einem Plus von etwa 750 Megajoule Netto-Energie-Laktation (NEL) je Hektar Gras und Jahr. Das entspricht etwa 250 Liter Milch, die je Hektar Grünland mehr erzeugt werden können. Schnellere pH-Wert-Absenkung bedeutet aber auch bessere Proteinqualität. Je ungünstiger der Verlauf der Silierung ist, desto weniger Reineiweiß bleibt erhalten. Auch darauf hat der Einsatz von Siloferm einen positiven Einfluss. Die Milchsäuregärung wird derart gesteuert, dass sich der Gehalt an Reineiweiß kaum verändert. Anders bei der natürlich ablaufenden Milchsäuregärung. Auch wenn die Silage buttersäurefrei ist, kann bis zu 30 Prozent des Reineiweißes verloren gehen. Der Einsatz von Siloferm trägt somit auch dazu bei, die Eiweißversorgung aus dem Grundfutter besser abzusichern. Das spart zusätzlich Geld. Dies ist ein weiteres Beispiel, das für den Einsatz von Siloferm spricht.


Auch der Einsatz von BioCool wirkt sich positiv auf das Verlustgeschehen aus. Ziel ist die Verbesserung der aeroben Haltbarkeit zum Zeitpunkt der Auslagerung der Silage. Der Wirkmechanismus von BioCool kommt aber auch bereits zu Silierbeginn zum Tragen. So fördert beispielsweise das frei gesetzte Kohlendioxid die Bildung der anaeroben Atmosphäre. Feldpilze, die mit einsiliert wurden, wie beispielsweise Fusarien, sterben schneller ab und das Risiko, dass sie weiter Mykotoxine bilden können, sinkt. Untersuchungen belegen diesen Nebeneffekt. Die mit BioCool behandelten Silagen zeigten geringere Mykotoxinkonzentrationen. So waren in den untersuchten Silagen die Deoxynivalenolgehalte (DON) um etwa 20 Prozent und die Zearalenongehalte (ZEA) um etwa 30 Prozent niedriger als in den unbehandelten Kontrollsilagen.


Die biologischen Siliermittel Siloferm und BioCool sind somit wichtige Bausteine zur Steigerung der Futtereffizienz, denn je mehr Milch je Tonne Silage erzeugt werden kann, desto effizienter ist die Fütterung. Damit ihre Wirkung bei der Grassilageerzeugung auch voll zum Tragen kommt, empfiehlt es sich, die Produktwahl anhand des Trockenmassegehaltes zu treffen. Bis 35 Prozent Trockenmasse sollte Siloferm zur Förderung der erwünschten Milchsäuregärung eingesetzt werden. Da ab 35 Prozent Trockenmasse das Risiko einer verminderten aeroben Haltbarkeit zum Zeitpunkt der Auslagerung der Silage steigt, empfiehlt sich hier der Einsatz von BioCool.

Weitere Informationen zu den Produkten gibt es bei Dr. Sabine Rahn, Telefon 0251 . 682-2289 oder sabine.rahn@agravis.de.


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