Kühe wollen keine warme Mahlzeit

TMR mit Propionsäure gezielt stabilisieren

Sobald die Temperaturen ansteigen, steigt auch das Risiko für die Stabilität der TMR (Totale Mischration) auf dem Futtertisch, insbesondere wenn nährstoffreiche und leicht verderbliche Futtermittel miteinander vermischt werden. Oft sind es die Maissilagen, die dann zum Risiko werden. Bei der Zubereitung der TMR wird sie gut mit Luft vermischt, was eine starke Vermehrung von Gärfutterschädlingen (Hefen, Schimmelpilze) nach sich ziehen kann. Die Maissilage wird schlecht und auch alle anderen eingemischten Futterkomponenten sind vom Verderb mit betroffen. Zucker, Stärke aber auch Milchsäure werden veratmet und in der Folge wird die komplette TMR warm. Alle diese Umsetzungen sind unerwünscht, da sie mit hohen Futterverlusten und Qualitätseinbußen verbunden sind. Außerdem sinkt die Futterakzeptanz rapide ab. Die Tiere werden unruhig und es kommt zu deutlich mehr Besuchen am Futtertisch, ohne dass gefressen wird. Verminderte Futteraufnahmen von 30 Prozent und mehr sind dann nicht selten.

Hauptverantwortlich für die Erwärmung der TMR sind Hefen. Sie können auch in Abwesenheit von Sauerstoff in den Silagen durchaus überleben. Hefen brauchen jedoch Sauerstoff für ihre Vermehrung. Wird also die TMR auf dem Futtertisch warm, ist das auch immer ein Hinweis, dass zu viele Hefen in der Silage überlebt haben. Infolge des Lufteintrages beim Mischen vermehren sie sich rasant. Mitunter werden sie durch andere Komponenten in der Rationsgestaltung sogar noch mit weiteren Nährstoffen versorgt, was ihr Wachstum zusätzlich forciert.

Damit Hefen und die damit verbundene Erwärmung nicht zum Problem werden, empfiehlt sich die Zugabe von Grain Save NC 90 beim Mischen. Grain Save NC 90 verhindert das Wachstum der unerwünschten Hefen und stabilisiert dadurch die TMR auf dem Futtertisch. Da die Wirkstoffe in abgepufferter Form enthalten sind, ist es besonders anwenderfreundlich und nur schwach korrosiv. Das schont die Technik. Der Wirkstoffgehalt beträgt mindestens 92 Prozent Propionsäure. Die zusätzlich enthaltene Komponente Propylenglycol wirkt sich außerdem positiv auf die Energiedichte und die Schmackhaftigkeit der TMR aus.

Unabhängig vom Einsatz von Grain Save NC 90 gilt es aber auch, die Ursachen für das Erwärmen der TMR zu finden. Ist beispielsweise eine bestimmte Futterkomponente dafür verantwortlich und wie kann deren Hygienestatus bzw. aerobe Stabilität beurteilt werden? Wie war das Silagemanagement (Verdichtung, Abdeckung)? Gibt es hier noch Optimierungsbedarf? Können Siliermittel (zum Beispiel BioCool ) die Probleme künftig vermeiden helfen? Auch das Mischintervall der TMR selber sollte kritisch hinterfragt werden. Sind die Ursachen bekannt, können bereits im Vorfeld geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit es erst gar nicht zu Problemen auf dem Futtertisch kommt. Denn Fakt ist auch, dass zusätzlicher Arbeitsaufwand und auch Kosten durch mehr Sorgfalt beim kompletten Fütterungsmanagement sicher vermieden werden können.

Weitere Informationen gibt es bei Dominique Jeske, Telefon 0251 . 682-1133, dominique.jeske@agravis.de.


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