Heuqualität gezielt mit Konservierungsmitteln absichern


Kürzere Erntefenster effektiv nutzen

Heu braucht schönes und sonniges Wetter. Jedoch sind ausreichend stabile Schönwetterlagen inzwischen selten. Deshalb gewinnt der Einsatz von Konservierungsmitteln bei der Heuwerbung zunehmende Beachtung.

Qualitativ hochwertiges Heu herzustellen, wird immer schwieriger. Alles steht oder fällt mit dem Wetter. Selten ist das Heu gleichmäßig durchgetrocknet. Wer trotzdem nicht auf Heu verzichten möchte, braucht Alternativen zur klassischen Bodentrocknung auf dem Feld. Der Einsatz von Konservierungsmitteln gewinnt deshalb zunehmende Beachtung. Sie ermöglichen es, schnell und flexibel auf veränderte Witterungsbedingungen zu reagieren. Je nach verwendetem Produkt kann das Heu bereits ab 25 Prozent Restfeuchte geerntet werden. Bisher standen nur Produkte auf Säurebasis zur Verfügung. Deren Einsatz ist jedoch nicht ganz unproblematisch. Zu den Problemen gehören unter anderem Korrosionen an der Bergetechnik, Notwendigkeit einer speziellen säurefesten Dosiertechnik oder hohe Aufwandmengen und Transportbeschränkungen. Anders bei der neuartigen Produktformulierung RaicoSil Hay. RaicoSil Hay gehört zur Gruppe der Neutralsalze und ist damit weder ätzend noch korrosiv. Das schont die Technik und vereinfacht die Anwendung erheblich. Außerdem kann RaicoSil Hay bei passender Pumpenleistung mit der klassischen Bakteriendosiertechnik ausgebracht werden. Das erhöht die Flexibilität zusätzlich, denn es muss keine spezielle Dosiertechnik vorgehalten werden.

RaicoSil Hay ermöglicht die Heuwerbung bereits bei Restfeuchten von 20 bis 25 Prozent, was etwa zwei Tage Zeitersparnis bringt. Kürzere Trocknungszeit bedeutet auch geringere Verluste, sowohl mechanischer (Bröckelverluste) als auch nichtmechanischer Art (Nährstoffverluste). Es ist bekannt, dass bei klassischer Bodentrocknung die Verluste sehr stark schwanken. Je ungünstiger der Trocknungsverlauf ist, je länger das Heu auf dem Feld liegt, umso höher sind die Verluste. Ist der Trocknungsprozess aber kurz und zügig und wird das Heu als Feuchtheu unter Zusatz von RaicoSil Hay geerntet, sind auch die Verluste geringer. So brechen beispielsweise die nährstoffreichen Blätter nicht so schnell ab. Auch die atmungsbedingten Nährstoffverluste sind geringer. Zusätzlich wird das Wachstum schädlicher Mikroorganismen, insbesondere der Schimmelpilze, durch die enthaltenen Wirkstoffe ausgeschaltet. In der Summe lässt sich somit das gesamte Verlustgeschehen nach Einsatz von RaicoSil Hay besser kontrollieren. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass der nach der Ernte im Lager in den ersten Tagen stattfindende Fermentationsprozess weniger intensiv abläuft. Die Temperatur steigt nicht so stark an und die gefürchtete Maillard-Reaktion bleibt aus. Das sichert Qualität und Lagerstabilität zusätzlich ab.

Die Heuwerbung ist und bleibt das Verfahren mit der höchsten Witterungsabhängigkeit. Moderne Konservierungsverfahren wie der gezielte Einsatz von RaicoSil Hay stellen eine reale Alternative zur klassischen Bodentrocknung auf dem Feld dar. Derart konserviertes Heu zeichnet sich durch eine bessere Qualität und Hygienestatus aus. Außerdem wird es einfacher, kürzere Erntefenster effektiver auszunutzen und unter problematischen Bedingungen Qualitätsheu zu erzeugen.

Weitere Infos zum Thema Heukonservierung gibt es bei Dr. Sabine Rahn, Telefon 0251 . 682-2289, sabine.rahn@agravis.de


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