Früher erster Schnitt?!

In vielen Betrieben ist Grundfutter knapp. Demzufolge überlegen sich einige Betriebe, früher als üblich mit dem ersten Schnitt zu starten. Aber macht es wirklich Sinn, vor Erreichen der Schnittreife zu ernten?

Prinzipiell gilt: wer zu früh mäht, verschenkt Potential. Ein zu früher erster Schnitt bedeutet weniger Ertrag an Nährstoffen und Masse. Da aber insbesondere der erste Schnitt in vielen Betrieben die Basis für die Winterfütterung ist, gefährdet jeder, der zu früh startet, die kommende Fütterungsperiode 2019/ 2020. Außerdem befindet sich das Gras noch im Wachstum, aufgenommene Nährstoffe wurden noch nicht komplett in Pflanzeninhaltsstoffe umgewandelt. So können beispielsweise die Nitratgehalte erhöht sein, da es noch nicht in Rohprotein umgebaut wurde. Gegen einen zu frühen Schnitt spricht zudem, dass in der Folge dessen die Gräser auf den Wiesen und Weiden geschwächt werden, was zu weiteren Problemen führt. So kann z.B. die Grasnarbe stellenweise ausdünnen und Ungräser bzw. Unkräuter siedeln sich an.


Auch die daraus erzeugte Silage darf auf keinen Fall zu früh geöffnet werden. Nur weil früher gefüttert werden muss, verläuft die Milchsäuregärung nicht schneller ab. Wer zu früh öffnet, riskiert eine Fehlgärung und Nacherwärmung. Allgemein gilt für jede Silage eine Mindestlagerungszeit von 4 bis 6 Wochen. Mit Hilfe der biologischen Siliermittel Siloferm bzw. Proferm besteht die Möglichkeit, dieses Zeitfenster um ca. eine Woche zu verkürzen. Die enthaltenen homofermentativen Milchsäurebakterien unterstützen den Gärprozess und beschleunigen diesen. Werden heterofermentative Milchsäurebakterien als Siliermittel eingesetzt, verändert sich die Mindestlagerungszeit nicht.

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